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Amtseinsetzung Jonas Egner
Erstelldatum02.07.2026
Ein historischer Abend für Jagsthausen
Feierliche Amtseinsetzung von Bürgermeister Jonas Egner
Manche Abende sind mehr als nur ein Termin im Veranstaltungskalender – sie markieren einen Wendepunkt in der Geschichte einer Gemeinde. Ein solcher Abend war der Freitag, 10. Juli 2026, an dem sich die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Jagsthausen gemeinsam von ihrem langjährigen Bürgermeister Roland Halter verabschiedeten und gleichzeitig mit Jonas Egner einen neuen Bürgermeister in sein Amt einführten.
Bereits lange vor Beginn der öffentlichen Gemeinderatssitzung füllte sich die Bergwaldhalle mit zahlreichen Gästen. Trotz hochsommerlicher Temperaturen waren viele Bürgerinnen und Bürger aus Jagsthausen und Olnhausen gekommen, um diesen besonderen Moment mitzuerleben. Ebenso durfte die Gemeinde zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, den Kirchen, Vereinen sowie befreundeten Städten und Gemeinden willkommen heißen. Die große Resonanz spiegelte eindrucksvoll wider, welche Bedeutung dieser Abend für Jagsthausen hatte.
Denn ein Bürgermeisterwechsel nach vier Jahrzehnten ist ein außergewöhnliches Ereignis. Für viele Anwesende war es der erste und vermutlich einzige Wechsel an der Spitze der Gemeindeverwaltung, den sie miterleben durften. Entsprechend feierlich, würdevoll und zugleich herzlich war die Stimmung während des gesamten Abends.
Musik verbindet – ein stimmungsvoller Auftakt
Den musikalischen Rahmen gestaltete ein eigens zusammengestellter Chor aus Sängerinnen und Sängern der Chöre aus Jagsthausen und Olnhausen. Mit zwei Liedbeiträgen eröffneten sie die Feier und schufen vom ersten Moment an eine würdevolle Atmosphäre. Besonders das Heimatlied von Olnhausen berührte viele Gäste und unterstrich die enge Verbundenheit der Menschen mit ihrer Heimatgemeinde.
Im Anschluss begrüßte der zweite Bürgermeister Hans-Sigmund von Berlichingen die Anwesenden herzlich. Mit den Worten „Es endet eine Ära – ein Neuanfang beginnt.“ brachte er die besondere Tragweite dieses Abends eindrucksvoll auf den Punkt und eröffnete die öffentliche Gemeinderatssitzung.
Die Verantwortung geht in neue Hände über
Zum Tagesordnungspunkt „Amtseinsetzung und Verpflichtung des neu gewählten Bürgermeisters“ versammelten sich die Mitglieder des Gemeinderates auf der Bühne. Die Gäste erhoben sich von ihren Plätzen, als Jonas Egner zunächst den Diensteid ablegte und anschließend gemäß § 42 der Gemeindeordnung Baden-Württemberg feierlich verpflichtet wurde.
Es war ein bewegender Augenblick – für den neuen Bürgermeister ebenso wie für seine Familie, den Gemeinderat und die zahlreichen Gäste.
Zur Übergabe der Ernennungsurkunde begrüßte Hans-Sigmund von Berlichingen Landrat Norbert Heuser.
Dieser griff die Worte seines Vorredners auf und richtete sich mit den Worten „Lieber Herr Egner, wir beginnen heute mit einem Neuanfang – und der sind Sie.“ an den neuen Bürgermeister.
In seiner Ansprache erinnerte Landrat Heuser an den Wahltag am 29. März 2026, an dem sich die Bürgerinnen und Bürger Jagsthausens nach anfangs fünf Bewerbern für Jonas Egner entschieden hatten. Er gratulierte ihm herzlich zu diesem großen Vertrauensbeweis und machte deutlich, dass mit dem Bürgermeisteramt weit mehr verbunden sei als die Leitung einer Verwaltung.
Ein Bürgermeister übernehme Verantwortung für die Zukunft einer Gemeinde, für ihre Entwicklung und vor allem für die Menschen, die in ihr leben.
Mit sichtlicher Anerkennung würdigte der Landrat den bisherigen Lebensweg des neuen Bürgermeisters. Als gebürtiger Jagsthäuser sei Jonas Egner eng mit seiner Heimat verbunden und in den örtlichen Vereinen fest verwurzelt. Seine berufliche Tätigkeit als strategischer Einkäufer vermittle ihm wirtschaftlichen Sachverstand und den Blick für langfristige Entwicklungen. Hinzu komme seine langjährige Erfahrung im Gemeinderat, dem er bereits seit sieben Jahren angehöre. Seit 2024 habe er als stellvertretender Bürgermeister zusätzlich Verantwortung übernommen und sich intensiv in die kommunalen Aufgaben eingebracht.
Diese Erfahrungen, so Norbert Heuser, seien eine hervorragende Grundlage für das neue Amt.
Besonders hob er hervor, dass Jonas Egner die Menschen der Gemeinde kenne und selbst Teil dieser Gemeinschaft sei. Sein langjähriges ehrenamtliches Engagement zeige, wie sehr ihm Jagsthausen am Herzen liege.
Mit den Worten, dass ein Bürgermeister „in gewisser Weise am Steuer einer Gemeinde“ stehe, überreichte der Landrat schließlich die Ernennungsurkunde und hieß Jonas Egner herzlich im Kreis der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Landkreises Heilbronn willkommen.
Mit langanhaltendem Applaus bestätigten die Gäste ihre guten Wünsche für den neuen Bürgermeister.
Worte eines Freundes und Kollegen
Nach dem offiziellen Teil der Gemeinderatssitzung sprach Thomas Toras, langjähriger Kollege und Wegbegleiter aus Neckarsulm.
Seine Rede war geprägt von persönlicher Wertschätzung und spürbarer Verbundenheit.
Er zeichnete das Bild eines Kollegen, der mit großem Fachwissen, hoher Einsatzbereitschaft und einer stets lösungsorientierten Arbeitsweise überzeugt habe. Besonders hob er Jonas Egners menschliche Seite hervor – seine freundliche Art, seine Hilfsbereitschaft und seinen respektvollen Umgang mit den Menschen.
Mit einem Schmunzeln stellte er fest, dass man ihn in Neckarsulm nur äußerst ungern ziehen lasse. Gleichzeitig überwog die Freude darüber, dass Jonas Egner nun die Verantwortung in seiner Heimatgemeinde übernehmen dürfe. Für seinen neuen Lebensabschnitt wünschte er ihm von Herzen Glück, Erfolg und stets die richtigen Entscheidungen.
Ein Bonsai mit großer Symbolkraft
Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung hießen ihren neuen Bürgermeister herzlich willkommen.
Amtsleiterin Simone Dörner überreichte ein außergewöhnliches Geschenk: einen Bonsai.
Sie erklärte, warum die Wahl bewusst auf diesen kleinen Baum gefallen war.
Ein Bonsai wachse langsam. Er benötige Geduld, Aufmerksamkeit und Pflege. Er stehe für Beständigkeit, starke Wurzeln, die Bereitschaft, sich neuen Gegebenheiten anzupassen, und die Fähigkeit, an Herausforderungen zu wachsen.
Genau diese Eigenschaften wünsche das gesamte Team auch seinem neuen Bürgermeister.
Eine erfolgreiche Amtszeit entstehe nicht an einem einzigen Tag. Sie entwickle sich Schritt für Schritt – getragen von Ausdauer, Verantwortungsbewusstsein und einer vertrauensvollen Zusammenarbeit.
Der Bonsai solle Jonas Egner auf diesem Weg begleiten und ihn immer wieder daran erinnern, dass nachhaltiges Wachstum Zeit brauche.
Mit herzlichen Worten sicherte Simone Dörner die Unterstützung der gesamten Mitarbeiter zu und freute sich auf die gemeinsame Zusammenarbeit.
„Ab heute zählt, was gut für unsere Gemeinde ist.“
Unter großem Applaus trat Bürgermeister Jonas Egner schließlich selbst ans Rednerpult.
Nach der persönlichen Begrüßung der zahlreichen Ehrengäste, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Vereinen, Kirchen und Bürgerschaft begann er seine Antrittsrede mit einem Gedanken, der sich wie ein roter Faden durch seine Ausführungen zog.
Rückgrat.
Mit Blick auf die Geschichte Jagsthausens und seine berühmten Persönlichkeit dem Götz von Berlichingen stellte er fest, dass Rückgrat heute nicht mehr im Schwertkampf bewiesen werde.
Rückgrat zeige sich vielmehr dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen, zuhören, Haltung bewahren und auch unbequeme Wege gehen, wenn diese dem Gemeinwohl dienen.
Mit genau dieser Haltung wolle er sein neues Amt antreten.
Er machte deutlich, dass er nicht den Anspruch habe, auf jede Frage sofort die richtige Antwort zu kennen. Wohl aber wolle er Entscheidungen sorgfältig vorbereiten, transparent treffen und Verantwortung für sie übernehmen.
Die Wahl zum Bürgermeister seiner Heimatgemeinde erfülle ihn mit Stolz, großer Dankbarkeit und Respekt vor der Aufgabe.
Bürgermeister sei man nicht nur in guten Zeiten, sagte Jonas Egner. Gerade dann, wenn schwierige Entscheidungen getroffen oder unterschiedliche Interessen miteinander in Einklang gebracht werden müssten, zeige sich verantwortungsvolle Kommunalpolitik.
Mit Blick auf das Wahlergebnis betonte er, dass mit diesem Tag der Wahlkampf beendet sei.
„Ab heute zählt nicht mehr, wer wen gewählt hat. Ab heute zählt, was gut für diese Gemeinde ist.“
Jede Entscheidung werde sich künftig an einer einfachen, aber entscheidenden Frage orientieren:
„Dient sie unserer Gemeinde?“
Mit herzlichen Worten dankte Jonas Egner seinem Amtsvorgänger Roland Halter für die offene, vertrauensvolle und kollegiale Amtsübergabe.
Besonders hob er hervor, wie bereitwillig Roland Halter sein über Jahrzehnte gewachsenes Wissen weitergegeben habe – und augenzwinkernd fügte er hinzu: „Da nehme ich Sie beim Wort.“
Anschließend sprach der neue Bürgermeister über das, was Jagsthausen für ihn ausmacht.
Er nannte die geschichtsträchtige Burg, die weit über die Region hinaus bekannten Burgfestspiele und die reizvolle Landschaft. Vor allem aber seien es die Menschen, die den wahren Reichtum der Gemeinde ausmachten.
Mit großer Anerkennung würdigte er das vielfältige ehrenamtliche Engagement in den Vereinen, Organisationen und Einrichtungen. Vieles davon geschehe leise und ohne großes Aufsehen – und sei doch unverzichtbar für ein lebendiges Gemeindeleben.
Zum Abschluss seiner Rede bedankte sich Jonas Egner bei allen Bürgerinnen und Bürgern für das Vertrauen, das sie ihm entgegengebracht haben.
Vertrauen, so betonte er, müsse man sich immer wieder neu verdienen.
Nicht Versprechen würden am Ende zählen, sondern gemeinsam erreichte Ziele.
Mit den Worten
„Wenn wir das schaffen, dann gehört der Applaus am Ende nicht einem Bürgermeister. Dann gehört er einer starken Gemeinde.“
beendete er seine Antrittsrede, die mit langanhaltendem Beifall bedacht wurde.
Kinder schenken Zuversicht
Einen ebenso herzlichen wie fröhlichen Schlusspunkt unter den ersten Teil des Festabends setzten die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Am Römerbad.
Mit einem Lied begrüßten sie ihren neuen Bürgermeister und überreichten ihm eine ganz besondere Schultüte.
Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen hatten sie sich überlegt, was ein Bürgermeister zum Start in sein neues Amt gut gebrauchen könne. Nach und nach füllte sich die Schultüte mit kleinen symbolischen Geschenken und vielen guten Wünschen – für Mut, Kraft, Gelassenheit, Gesundheit, Freude und stets gute Entscheidungen.
Diese liebevolle Überraschung sorgte für viele lächelnde Gesichter und bildete einen emotionalen Abschluss des ersten Teils der Veranstaltung.
Sichtlich gerührt bedankte sich Bürgermeister Jonas Egner bei den Kindern und versprach ihnen als Dankeschön eine Runde Eis, die am letzten Schultag vor den Sommerferien eingelöst werden soll.
Mit diesem gelungenen Abschluss endete der erste Teil eines Abends, der den Übergang zwischen zwei Generationen im Bürgermeisteramt auf eindrucksvolle Weise sichtbar machte – geprägt von Dankbarkeit für das Vergangene, großer Wertschätzung und Zuversicht für die gemeinsame Zukunft der Gemeinde Jagsthausen.
Der zweite Teil der Veranstaltung mit der feierlichen Verabschiedung von Bürgermeister a. D. Roland Halter wird in der kommenden Woche – ebenfalls mit zahlreichen Bildern – veröffentlicht.













